Das Geläute


Die Glocken der St. Georgs-Kirche waren von Beginn an im starken Nordwest-Turm der Burg, dem sogenannten "Rakoczyturm" untergebracht. Ursprünglich bestand das Geläute aus 4 Glocken, die in den Bränden der Jahre 1608 und 1616 verloren gingen. 1617 wurden von Heinrich Reinhart in Innsbruck auf Weisung von Erzherzog Maximilian III. 4 neue Glocken gegossen.

Von diesen 4 Glocken blieben die große H-Glocke (Gewicht 5.040 kg) und die kleine H-Glocke (Gewicht 1.680 kg) erhalten.

Das heutige Geläute besteht aus 3 Glocken in H-Moll:

Die größte Glocke (H) stammt aus dem Jahr 1617. Sie ist eine Stiftung von Erzherzog Maximilian III. und trägt eine Darstellung der Kreuzigung und der Vierzehn Nothelfer.

Die mittlere Glocke (D), die "Georgsglocke", wurde im Jahr 1950 neu gegossen, da die ihr entsprechende Glocke im Jahr 1945 zerstört worden war.

Die kleine Glocke (Fis) ist eine Stiftung von Kaiser Franz Josef I. aus dem Jahr 1896. Sie trägt ein Bild des Kaisers.

Die kleine H-Glocke aus dem Jahr 1617 erhielt im Jahr 1820 einen Sprung und war dann lange Zeit im Seitenschiff der St. Georgs-Kirche aufgestellt. Sie überstand die Zerstörung der Kirche im Jahr 1945. Als nach dem Krieg überraschend die Instandsetzung der Glocke gelang, wurde sie im Jahr 1959 der Herz-Mariae-Kirche in der Döttelbachsiedlung als Leihgabe zur Verfügung gestellt.